09.08.2017 Hünnebeck Schal- und Sicherheitskonzept für Wiener Turmbauten

Komplexe Grundrisse mit System(en) schalen

Selbst äußerst komplexe Grundrisse lassen sich durch den Einsatz von Systemschalungen ökonomisch sinnvoll realisieren. Das beweist das Projekt PARKAPARTMENTS AM BELVEDERE und Hotel Andaz Am Belvedere in unmittelbarer Nähe des Wiener Schloss Belvedere. Hünnebeck hat für die gigantische Hochhausbaustelle ein umfangreiches Schalungskonzept erarbeitet, das für hohe Wirtschaftlichkeit und große Arbeitssicherheit sorgt.

Wien ist im Umbruch. An diversen Stellen werden ganze Stadtteile umgebaut oder neu errichtet. Ein Beispiel ist das zentrumsnahe sogenannte Quartier Belvedere, das derzeit auf dem Areal des ehemaligen Südbahnhofs entsteht. Mit 25 Hektar handelt es sich um eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas, das mit seinen modernen Bauten – dazu gehört zum Beispiel der neue Hauptbahnhof – künftig das Gesicht der österreichischen Hauptstadt prägen wird.

Einer der Hingucker werden sicherlich die fünf 60 m hohen Türme, die derzeit nach Plänen des renommierten italienischen Architektenbüros Renzo Piano Building Workshop gegenüber dem Schloss Belvedere in die Höhe wachsen: Drei der Gebäude gehören zum Wohnprojekt „Parkapartments am Belvedere“, das 346 hochwertige Apartments umfasst. Die beiden anderen Hochhäuser sind das zukünftige „Hotel Andaz Am Belvedere Vienna“. Ein Joint Venture zwischen dem österreichischen Immobilien-Developer SIGNA und der Hyatt Gruppe realisiert das 303-Zimmer-Hotelprojekt.

Außergewöhnliche Architektur

Wenn Renzo Piano plant, entsteht nichts Alltägliches. Er entwarf zahlreiche Museen und Ausstellungsräume wie das revolutionäre Centre Pompidou in Paris. Aber auch das New York Times Building, Europas höchsten Wolkenkratzer „The Shard“ oder Kreuzfahrtschiffe und Kirchen. Die spektakuläre Stelzenarchitektur der PARKAPARTMENTS AM BELVEDERE hebt die Gebäude 12 bis 18 Meter über das Straßenniveau und ermöglicht dadurch den künftigen Bewohnern den Blick über die Baumkronen der umgebenden Grünanlagen. Auch die beiden Hoteltürme des künftigen „Hotel Andaz Am Belvedere Vienna“ warten mit architektonischen Besonderheiten auf: Die beiden Baukörper sind über verschachtelte Brücken miteinander verbunden und teilen sich im rund 10.000 m2 großen Erdgeschoss eine großzügige Lobby. Ein rund 2.200 m2 umfassender Konferenzbereich, ein 700 m2 großer Ballsaal sowie eine Skybar im 16. OG auf 60 Metern Höhe gehören ebenfalls zu den Highlights. Genauso lassen die drei Apartment-Hochhäuser mit ihren über 60 Wohnungstypen (2 bis 6 Zimmer) ab 46 m2 keine Wünsche offen: Jedes der Parkapartments ist mit einem Balkon, einer Loggia oder einer Terrasse ausgestattet und bietet – dank intelligenter Grundrisse – eine perfekte Nutzung des Wohnraums. Beste Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs am Hauptbahnhof mit Sonntagsöffnungszeiten, zahlreiche Restaurants, ein erlebnisreiches Kunst- und Kultur-Angebot sowie die Grünruhelage lassen auch bei der Freizeitgestaltung keine Wünsche offen.

Der außergewöhnlichen Architektur entsprechend anspruchsvoll gestalten sich die Rohbauarbeiten an den fünf Ortbeton-Türmen. Die jeweils 18 Etagen sollen bis zum September 2017 fertiggestellt sein – eine herausfordernde Aufgabenstellung, für die sich die bauausführende Arge (ÖSTU-STETTIN Hoch- und Tiefbau GmbH und HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H.) Hünnebeck Austria als Schalungsplaner und -lieferanten an die Seite geholt hat. Die Schalungsexperten aus Maria-Lanzendorf haben Material im Wert von mehreren Millionen Euro für die Großbaustelle bereitgestellt und ein Schalkonzept entwickelt, das sehr hohen Sicherheitsanforderungen entspricht. „Die Baustelle der Parkapartments und des Hotels Andaz Am Belvedere Vienna ist nicht nur unser derzeit größtes österreichisches Projekt, auch aus technischer Sicht sind die Anforderungen hoch – nicht zuletzt wegen der variierenden, teils sehr aufwändigen Grundrissformen“, erklärt das betreuende Hünnebeck Team. Trotz der komplexen Aufgabenstellung kann auf Sonderschalungen verzichtet werden – sicherlich auch ein Verdienst der professionellen Schalungsplaner, die mit ihrem umfassenden technischen Know-how die Einsatzmöglichkeiten ihrer Systemschalungen gekonnt ausnutzen. Sie haben wirtschaftliche Schalungslösungen entwickeln, die – unter Berücksichtigung der speziellen Gebäudegeometrien – für einen schnellen und gleichzeitig unfallfreien Baufortschritt sorgen.

Topmax Deckenschaltisch mit Schutzschild

Auf der Wiener Großbaustelle sind alle wesentlichen Produkte aus dem Hünnebeck Programm im Einsatz. Dazu zählen u.a. die drei Deckenschalsysteme: der innovative Stahlrahmen-Deckenschaltisch Topmax, die leichte Alu-Modulschalung Topec und das bewährte Holzträgerschalsystem Topflex. Jedes System hat seine speziellen Produktvorteile und kommt auf der Parkapartments-Baustelle genau dort zum Einsatz, wo es diese ausspielen kann. So wird beispielsweise der Stahlrahmen-Deckenschaltisch Topmax als Randtisch-Variante genutzt und ist in dieser Funktion mit einem 1,50 m hohen Schutzschild (Vollbeplankung) ausgestattet. Diese besondere Lösung bietet dem Baustellenteam in jeder Höhe optimalen Arbeits- und Sichtschutz. Tisch und Schutzschild bilden eine Einheit und werden gemeinsam per Kran umgesetzt. Besonders sicher gestaltet sich auch der Einsatz der Topec Modulschalung: Sie wird kranunabhängig mit wenigen Handgriffen vom Boden aus aufgestellt und auch wieder ausgeschalt. Dabei genügen maximal zwei Personen, um die bis zu 180 cm x 180 cm großen Tafeln zu bedienen.

Großrahmenschalung Manto: 40 m2 Schalfläche mit einem Hub umsetzen

Die Wandflächen der fünf Türme werden mit der bewährten Großrahmenschalung Manto sowie Klappgerüsten hergestellt. Dabei sorgt das umfassende Tafelsortiment der Manto Schalung für die gewünscht hohe Einsatzflexibilität, denn es deckt große, mittlere, aber auch kleine Grundrisse gleichermaßen ab. Ein weiterer großer Vorzug der Manto Schalung liegt in der Robustheit des Systems: Dank hoher Biegefestigkeit (14 cm hoher Stahlrahmen) liegt der zulässige Betondruck der Schalung bei 80 kN/m2 – selbst im aufgestockten Zustand. Als Tafelverbinder fungiert die spezielle Manto Richtzwinge. Mit ihr lassen sich die Tafeln in nur einem Arbeitsgang fluchtend und so fest miteinander verbinden, dass ein bis zu 40 m2 großer Tafelverbund ohne weitere Aussteifung in einem Kranhub umgesetzt werden kann.

Sicherheit an erster Stelle

Als Absturzsicherung an Deckenrändern, Treppen, Fahrstuhlschächten verwendet die Baustelle das universell einsetzbare Protecto Seitenschutzsystem. Das vielseitige Baukastensystem aus Pfostenhalter, Pfosten und Schutzgitter (bzw. Brettgeländer) ist schnell montiert und erfüllt vollständig die sicherheitstechnischen Anforderungen gemäß EN 13374 – Klasse A.

„Grundsätzlich steht für uns das Schaffen einer sicheren Arbeitsumgebung immer an erster Stelle“, erklärt der baustellenbetreuende Projektleiter. „Unsere Produkte sind auf dieser Basis konzipiert, und wir setzen den Sicherheitsgedanken in unserem Schalungskonzept dann angepasst an die Baustellenbedingungen um. Denn nur wer sicher arbeitet, kann auch effizient arbeiten.“ 

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